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Pflegeauszubildende unter Druck

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Die Ergebnisse einer Unia-Umfrage unter rund 1000 Lernenden in Pflegeberufen lassen aufhorchen: Fast die Hälfte der befragten Auszubildenden sieht sich in 10 Jahren nicht mehr im Job. Und 55% können wegen Personal- und Zeitmangels nicht so pflegen, wie sie es für gut und richtig erachten.

Viele Überstunden, wenig Lohn

Auch sonst sind die jungen Pflegenden vielen Belastungen ausgesetzt. 58% müssen regelmässig Überstunden leisten, obwohl dies in den meisten Fällen verboten ist. Ganze 68% aller Befragten empfinden ihren Lohn als unangemessen für die geleistete Arbeit.

Kompetenzüberschreitungen, fehlende Betreuung

41% müssen Aufgaben ausserhalb ihres Kompetenzbereichs ausführen. Das kann sowohl für die Auszubildenden als auch für Patientinnen und Patienten gefährlich sein. Schliesslich geben 23% an, während der Praxisausbildung nur unzureichend begleitet und unterstützt zu werden.

Stopp Sparmassnahmen und Renditedenken

Auszubildende sind das Fundament für eine gute Pflege in den nächsten Generationen. Die Unia fordert daher ein Umdenken in der Branche: Nicht mehr Rendite, Sparmassnahmen und Zahlen, sondern die Menschen müssen im Mittelpunkt stehen. Nur das garantiert eine gute Pflege und genügend Pflegenachwuchs.

Mehr Personal – für gute Pflege und Betreuung!

Dazu braucht es ausreichend finanzielle Mittel für zusätzliches Pflegepersonal, mehr Zeit für individuell gute Pflege und bessere Betreuung. Ebenso sind höhere Löhne, angemessene Zulagen, faire Arbeitszeitregelungen und eine gute Kontrolle des Lehrlings- und Arbeitsrechts dringend nötig.

Es braucht mehr Personal

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Medienmitteilung der Unia Berner Oberland

Thun, 24. August 2015

PflegerInnen beschliessen Aktivitäten gegen Personalmangel

Aktive Unia Mitglieder aus der Pflege diskutierten am Samstag, 22. August die drängendsten Probleme in Pflegeheimen. Es zeigt sich, dass der Kostendruck erschreckend oft zu Burnouts und einer hohen Fluktuation führt. Gründe dafür liegen in der Pflegefinanzierung und im Spardruck. Die Versammlung beschloss, dass sich die Unia dem Thema vermehrt annimmt.

Mehr Informationen hier: gutepflege.ch/mehrpersonal

 

Tagung Digitalisierung

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Die Digitalisierung hält auch in der Pflege Einzug. Elektronische Zeiterfassung, digitale Patientendossiers und komplexe Software gehören zum Alltag.

Ist die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Chance oder eine Gefahr für die Arbeitnehmenden?

Mitglieder der Unia führe zu dieser wichtigen Frage am 2.12.2015 eine Zukunftsdiskussion durch. Interessiert? Weitere informationen findest du unter diesem Link: http://www.unia.ch/de/aktuell/events/detail/a/11390/

Pflege: Überreguliert und unterfinanziert

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Warum wird Pflege immer stressiger? Warum bleibt für BewohnerInnen und PatientInnen immer weniger Zeit? Wie wirkt sich das wirtschaftliche Gewinnstreben auf die Arbeitsbedingungen und die Pflegequalität aus?

Öffentlicher Vortrag von Mascha Madörin (Ökonomin)

Mittwoch 17. Juni | 19 Uhr | Unia Sekretariat | Aarestrasse 40 Thun

Verschiedene Standaktionen am Tag der Pflege

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Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen: Darauf macht die Gewerkschaft Unia am heutigen internationalen «Tag der Pflege» in Basel, Aarau, St. Gallen, Thun, Olten sowie an zahlreichen anderen Orten in der Schweiz aufmerksam. Mit Ständen und Aktionen informierte sie die Beschäftigten in Pflege- und Betreuungsinstitutionen sowie die Bevölkerung über die anstehenden Probleme in der Branche. Dazu verteilten AktivistInnen ihr Manifest für gute Pflege und Betreuung.

Unser Manifest für gute Pflege und Betreuung

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Zeit und Wertschätzung statt Fliessbandarbeit! Zum Tag der Pflege haben Unia-AktivistInnen ihr Manifest für gute Pflege und Betreuung veröffentlicht. Das Manifest spricht die täglichen Probleme an und fordert Lösungen. Von schlechten Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Betreuungswesen sind alle betroffen, sei es als Angestellte, Pflegebedürftige und Angehörige. Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen. Deshalb sollen auch alle am Manifest mitschreiben können. Deine Ergänzungen, Wünsche oder Kritik kannst du online anbringen.

Langzeitpflege als Aufgabe für die Unia

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Die Delegierten der Gewerkschaft Unia Region Berner Oberland können auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurückblicken. Erfreulich ist auch das Mitgliederwachstum, insbesondere in der Langzeitpflege und dem Gastgewerbe. Schwerpunkte im laufenden Jahr sind die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege sowie die Verteidigung und Verbesserung des Landesmantelvertrags (LMV) für den Bau und des L-GAV für das Gastgewerbe. Prominente Gäste an der Delegiertenversammlung waren Vania Alleva, Co-Präsidentin der Unia, Christine Häsler, Nationalrätin Grüne und Lea Kusano als Nationalratskandidatin.

1. Unia-Branchenkonferenz Langzeitpflege und Betreuung

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Delegierte aus der ganzen Schweiz haben sich heute in Bern zur ersten Branchenkonferenz Langzeitpflege und Betreuung versammelt. Sie betonen: Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen. In einer Resolution fordern sie einstimmig den Abschluss von verbindlichen Gesamtarbeitsverträgen für die ganze Branche.