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Bern: Branchengruppe Gesundheit & Soziales gegründet

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Pflege- und Betreuungspersonen aus der Region Bern haben am vergangenen Dienstag eine regionale Branchengruppe gegründet. Im Folgenden ist die Medienmitteilung zu lesen:

Mehr Personal, Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen in Pflege und Betreuung

Unia-Mitglieder und Interessierte aus Pflege und Betreuung gründeten heute Dienstag, 18. Oktober in Bern eine regionale Unia-Branchen- und Aktionsgruppe Gesundheit & Soziales. Gemeinsam wollen sie sich in der Öffentlichkeit, den Betrieben und der Politik für genug Personal, mehr Wertschätzung und faire Arbeitsbedingungen einsetzen.

Der Alltag im Gesundheits- und Sozialwesen ist hart. Renditedenken und Sparmassnahmen nehmen auch in der Region Bern zu und bestimmen den Alltag der Angestellten. In vielen Betrieben fehlen genügend Personal und Zeit, um eine individuelle, gute Pflege und Betreuung zu gewährleisten. Pflege- und Betreuungsfachleute arbeiten bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Auch mangelt es oft an Wertschätzung seitens der Vorgesetzten und der Gesellschaft gegenüber dieser wichtigen und anspruchsvollen Arbeit. Die schlechte Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben macht den Beruf zusätzlich unattraktiv.

Zusammen für gute Pflege und Betreuung 
Engagierte Unia-Mitglieder aus Pflege und Betreuung wollen dies ändern und gründeten am 18. Oktober eine Branchen- und Aktionsgruppe für die Region Bern. In der Öffentlichkeit, der Politik und in den Betrieben wollen sie sich zusammen mit ihren Berufskolleginnen und
-kollegen aktiv und kreativ für gute Arbeitsbedingungen in Pflege und Betreuung einsetzen. Dazu fordern sie auf der einen Seite mehr Personal, Wertschätzung und genügend Zeit für die Pflege- und Betreuungsarbeit. Auf der anderen Seite braucht es allgemeingültige Gesamtarbeitsverträge (GAV), welche höhere Löhne, faire Zuschläge, familienfreundliche Arbeitszeiten und Mitspracherechte vorsehen. „Wir werden unsere Anliegen in die Betriebe und auf die Strasse tragen“, sagt Andreas Fuchs, Aktivist in der neu gebildeten Gruppe. Und die Aktivistinnen und Aktivisten sind nicht alleine: Der Pflege- und Betreuungsbereich ist der am schnellsten wachsende Bereich innerhalb der Unia Schweiz.

Die Gruppe trifft sich das nächste Mal im November und ist offen für alle interessierten Personen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, die sich engagieren wollen. Meldet euch unter alain.gysin@unia.ch für mehr Infos.

Resolution der Unia-Pflege- und Betreuungsjugend

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Wer pflegt und betreut die Zukunft? Wir!

Wir Pflege(fach)personen und BetreuerInnen lieben unseren Beruf und unsere Aufgabe. Aber 50% von uns können es sich nicht vorstellen, in 10 Jahren noch auf dem Beruf zu arbeiten. Für uns ist dies eine Folge des Spardruckes der öffentlichen Hand und unserer Betriebe. Die Verbesserung unserer Situation liegt in unseren Händen. Um unsere gesellschaftlich wichtigen Berufe attraktiver zu machen, kämpfen wir als schweizweite Pflege- und Betreuungsjugendgruppe der Gewerkschaft Unia für Verbesserungen in verschiedenen Bereichen. Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen. 

Aus- und Weiterbildung

  • Auszubildende haben das Recht, tatsächlich ausgebildet zu werden. Wir brauchen mehr Zeit und fordern, nicht voll eingeplant und eingesetzt zu werden.
  • Unsere AusbildnerInnen brauchen mehr Zeit, um ihre wichtige Aufgabe auch erledigen zu können.
  • Wir brauchen eine verbesserte Aufsicht und unabhängige Anlaufstellen, die auch tatsächlich handeln, wenn wir in der Ausbildung schlecht behandelt werden.
  • Wir fordern mehr Lohn, insbesondere in weiterführenden Ausbildungen. Die vorher erarbeitete Erfahrung muss im Ausbildungslohn und nach der Ausbildung berücksichtigt werden.
  • Wir müssen schon während der Ausbildung über unsere Rechte, Pflichten und Kompetenzen als Auszubildende und als Berufstätige informiert werden. Dies muss im Lehrplan festgeschrieben sein.
  • Wir fordern regelmässige, bezahlte Weiterbildungen während der Arbeitszeit, um unsere Berufe weiterhin kompetent ausführen zu können. 

Arbeitszeit

  • Die Arbeitszeiten in Pflege und Betreuung müssen die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie gewährleisten.
  • Wir fordern gute Regeln für Schichtarbeit, beispielsweise keine Wechsel von Spät- auf Frühdienst, Einhaltung der Ruhezeiten und das Verbot von 7-Tage-Wochen.
  • Wir fordern die Einhaltung der Pausen und Pausenablösung.
  • Wir fordern griffige Regeln für Pikettdienst, für Über- und Minusstunden sowie Abruf aus der Freizeit.
  • Wir fordern mehr Ferien, damit wir uns auch wirklich erholen können.
  • Wir fordern, dass die Wochenenden vor und nach den Ferien frei sind.

Personal

  • Wir fordern Stellenschlüssel, die es uns erlauben, für unsere PatientInnen, BewohnerInnen und KlientInnen da zu sein.
  • Um die häufigen Krankheitsausfälle abzudecken braucht es gut ausgebaute Springerteams.
  • Die Sicherheit des Personals muss durch genügend ausgebildetes Personal gewährleistet werden, dazu gehören auch Weiterbildungen in Aggressionsmanagement.

Lohn

  • Wir fordern Lohngleichheit zwischen Frau und Mann.
  • Spät-, Nacht-, Wochenenddienste und Arbeit an Feiertagen sollen mit fairen Zulagen entschädigt werden.

Politik und Finanzierung

  • Wir fordern ein Ende der Subjektfinanzierung in Spitälern, Psychiatrien, Heimen und Kinderkrippen. Denn die Bereitstellung einer guten Gesundheitsversorgung und Betreuung ist Sache der Öffentlichkeit.
  • Wir arbeiten in einer Wachstumsbranche: Personenbezogene Dienstleistungen (Care-Arbeit) werden gesellschaftlich und wirtschaftlich immer wichtiger. Deshalb braucht es Investitionen in diesen Bereich.

BeO: Petitionskomitee gegründet

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An der gestrigen Hauptversammlung der Branche Gesundheit und Soziales der Unia Berner Oberland wurde beschlossen, die nationale Kampagne „Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen“ auch in das Oberland zu tragen. Die schweizweite Petition fordert genügend Personal und eine bessere Finanzierung sowie gute Gesamtarbeitsverträge. Dazu wurde ein Petitionskomitee gegründet, welches die Unterschriftensammlung organisiert.

Infos zum Komitee und zum Jahresprogramm folgen in Kürze

Biel: Nein zur Privatisierung

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Die Gewerkschaft Unia lehnt alle vier Privatisierungsvarianten des Bieler Gemeinderates rund um die städtischen Alters- und Pflegeheime ab. Nur die Weiterführung in der bisherigen Form ermöglichen eine demokratische Kontrolle durch die Bevölkerung. Statt betriebswirtschaftlichem Denken muss der Stadtrat seine Verantwortung wahrnehmen und sich für gute Pflege und Arbeitsbedingungen einsetzen.

1. Nationaler Pflegejugendgipfel

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Schlechte Arbeitsbedingungen und Pflegen bis zum Umfallen: Diese Missstände gehören bei Auszubildenden, Berufseinsteigenden und Praktikant/innen im Gesundheits- und Sozialwesen zum Alltag. Junge Pflege- und Betreuungskräfte wollen dies gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia ändern. Am ersten Nationalen Pflegejugendgipfel fordern sie mehr Personal, fairere Löhne und Massnahmen gegen die Ausnutzung von Praktikant/innen und Auszubildenden. Sie setzten mit einem Flashmob in Bern ein Zeichen.

Unia informiert Pflegende im Berner Oberland

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Medienmitteilung der Unia Berner Oberland, 16. September 2015

Personalmangel in Alters- und Pflegeheimen

Unia informiert Pflegende über Personalmangel und Auswege

Am Dienstag, 15.9. und Mittwoch, 16.9. hat die Unia Berner Oberland in einer konzentrierten Aktion Mitarbeitende aus Alters- und Pflegeheimen über den sich verschärfenden Personalmangel in Alters- und Pflegeheimen informiert. Jener führt laufend zu Krankheitsausfällen unter dem Pflegepersonal. Um den Personalmangel zu beheben, werden sich die Unia und ihre Mitglieder in den Heimen für bessere Arbeitsbedingungen und in der Politik für eine bessere Finanzierung einsetzen.

 

 

Pflegeauszubildende unter Druck

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Die Ergebnisse einer Unia-Umfrage unter rund 1000 Lernenden in Pflegeberufen lassen aufhorchen: Fast die Hälfte der befragten Auszubildenden sieht sich in 10 Jahren nicht mehr im Job. Und 55% können wegen Personal- und Zeitmangels nicht so pflegen, wie sie es für gut und richtig erachten.

Viele Überstunden, wenig Lohn

Auch sonst sind die jungen Pflegenden vielen Belastungen ausgesetzt. 58% müssen regelmässig Überstunden leisten, obwohl dies in den meisten Fällen verboten ist. Ganze 68% aller Befragten empfinden ihren Lohn als unangemessen für die geleistete Arbeit.

Kompetenzüberschreitungen, fehlende Betreuung

41% müssen Aufgaben ausserhalb ihres Kompetenzbereichs ausführen. Das kann sowohl für die Auszubildenden als auch für Patientinnen und Patienten gefährlich sein. Schliesslich geben 23% an, während der Praxisausbildung nur unzureichend begleitet und unterstützt zu werden.

Stopp Sparmassnahmen und Renditedenken

Auszubildende sind das Fundament für eine gute Pflege in den nächsten Generationen. Die Unia fordert daher ein Umdenken in der Branche: Nicht mehr Rendite, Sparmassnahmen und Zahlen, sondern die Menschen müssen im Mittelpunkt stehen. Nur das garantiert eine gute Pflege und genügend Pflegenachwuchs.

Mehr Personal – für gute Pflege und Betreuung!

Dazu braucht es ausreichend finanzielle Mittel für zusätzliches Pflegepersonal, mehr Zeit für individuell gute Pflege und bessere Betreuung. Ebenso sind höhere Löhne, angemessene Zulagen, faire Arbeitszeitregelungen und eine gute Kontrolle des Lehrlings- und Arbeitsrechts dringend nötig.

Es braucht mehr Personal

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Medienmitteilung der Unia Berner Oberland

Thun, 24. August 2015

PflegerInnen beschliessen Aktivitäten gegen Personalmangel

Aktive Unia Mitglieder aus der Pflege diskutierten am Samstag, 22. August die drängendsten Probleme in Pflegeheimen. Es zeigt sich, dass der Kostendruck erschreckend oft zu Burnouts und einer hohen Fluktuation führt. Gründe dafür liegen in der Pflegefinanzierung und im Spardruck. Die Versammlung beschloss, dass sich die Unia dem Thema vermehrt annimmt.

Mehr Informationen hier: gutepflege.ch/mehrpersonal

 

Tagung Digitalisierung

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Die Digitalisierung hält auch in der Pflege Einzug. Elektronische Zeiterfassung, digitale Patientendossiers und komplexe Software gehören zum Alltag.

Ist die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Chance oder eine Gefahr für die Arbeitnehmenden?

Mitglieder der Unia führe zu dieser wichtigen Frage am 2.12.2015 eine Zukunftsdiskussion durch. Interessiert? Weitere informationen findest du unter diesem Link: http://www.unia.ch/de/aktuell/events/detail/a/11390/