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Resolution der Unia-Pflege- und Betreuungsjugend

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Wer pflegt und betreut die Zukunft? Wir!

Wir Pflege(fach)personen und BetreuerInnen lieben unseren Beruf und unsere Aufgabe. Aber 50% von uns können es sich nicht vorstellen, in 10 Jahren noch auf dem Beruf zu arbeiten. Für uns ist dies eine Folge des Spardruckes der öffentlichen Hand und unserer Betriebe. Die Verbesserung unserer Situation liegt in unseren Händen. Um unsere gesellschaftlich wichtigen Berufe attraktiver zu machen, kämpfen wir als schweizweite Pflege- und Betreuungsjugendgruppe der Gewerkschaft Unia für Verbesserungen in verschiedenen Bereichen. Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen. 

Aus- und Weiterbildung

  • Auszubildende haben das Recht, tatsächlich ausgebildet zu werden. Wir brauchen mehr Zeit und fordern, nicht voll eingeplant und eingesetzt zu werden.
  • Unsere AusbildnerInnen brauchen mehr Zeit, um ihre wichtige Aufgabe auch erledigen zu können.
  • Wir brauchen eine verbesserte Aufsicht und unabhängige Anlaufstellen, die auch tatsächlich handeln, wenn wir in der Ausbildung schlecht behandelt werden.
  • Wir fordern mehr Lohn, insbesondere in weiterführenden Ausbildungen. Die vorher erarbeitete Erfahrung muss im Ausbildungslohn und nach der Ausbildung berücksichtigt werden.
  • Wir müssen schon während der Ausbildung über unsere Rechte, Pflichten und Kompetenzen als Auszubildende und als Berufstätige informiert werden. Dies muss im Lehrplan festgeschrieben sein.
  • Wir fordern regelmässige, bezahlte Weiterbildungen während der Arbeitszeit, um unsere Berufe weiterhin kompetent ausführen zu können. 

Arbeitszeit

  • Die Arbeitszeiten in Pflege und Betreuung müssen die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie gewährleisten.
  • Wir fordern gute Regeln für Schichtarbeit, beispielsweise keine Wechsel von Spät- auf Frühdienst, Einhaltung der Ruhezeiten und das Verbot von 7-Tage-Wochen.
  • Wir fordern die Einhaltung der Pausen und Pausenablösung.
  • Wir fordern griffige Regeln für Pikettdienst, für Über- und Minusstunden sowie Abruf aus der Freizeit.
  • Wir fordern mehr Ferien, damit wir uns auch wirklich erholen können.
  • Wir fordern, dass die Wochenenden vor und nach den Ferien frei sind.

Personal

  • Wir fordern Stellenschlüssel, die es uns erlauben, für unsere PatientInnen, BewohnerInnen und KlientInnen da zu sein.
  • Um die häufigen Krankheitsausfälle abzudecken braucht es gut ausgebaute Springerteams.
  • Die Sicherheit des Personals muss durch genügend ausgebildetes Personal gewährleistet werden, dazu gehören auch Weiterbildungen in Aggressionsmanagement.

Lohn

  • Wir fordern Lohngleichheit zwischen Frau und Mann.
  • Spät-, Nacht-, Wochenenddienste und Arbeit an Feiertagen sollen mit fairen Zulagen entschädigt werden.

Politik und Finanzierung

  • Wir fordern ein Ende der Subjektfinanzierung in Spitälern, Psychiatrien, Heimen und Kinderkrippen. Denn die Bereitstellung einer guten Gesundheitsversorgung und Betreuung ist Sache der Öffentlichkeit.
  • Wir arbeiten in einer Wachstumsbranche: Personenbezogene Dienstleistungen (Care-Arbeit) werden gesellschaftlich und wirtschaftlich immer wichtiger. Deshalb braucht es Investitionen in diesen Bereich.

Pflege-Flash im Aargau am Tag der Pflegenden

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Eine Gruppe von engagierten Fachpersonen des SBK und der Unia hat unangekündigt vor mehreren Pflegeheimen des Kantons Aargau, trotz Regen, Banner vor die Eingänge mit Kreidespray angebracht. Sie wollen der Öffentlichkeit die enormen Leistungen dieser Berufsgruppe bewusst machen, und den Kolleginnen und Kollegen ihre Verbundenheit zeigen.

Pflege 1.Mai mit Bundesrat Alain Berset

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Mitglieder der Branchengruppe Pflege und Betreuung Aargau erklären Bundesrat Alain Berset (zuständig für die nationale Gesundheitspolitik) wo Handlungsbedarf ist.
Der oberste Chef des Gesundheitswesens der Schweiz bekam von aktiven Pflegefachleuten unsere aktuelle Petition "Pflege und Betreuung unter Druck" und das "Manifest für gute Pflege und Betreuung" am 1.Mai Umzug in Aarau erklärt.

1. Nationaler Pflegejugendgipfel

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Schlechte Arbeitsbedingungen und Pflegen bis zum Umfallen: Diese Missstände gehören bei Auszubildenden, Berufseinsteigenden und Praktikant/innen im Gesundheits- und Sozialwesen zum Alltag. Junge Pflege- und Betreuungskräfte wollen dies gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia ändern. Am ersten Nationalen Pflegejugendgipfel fordern sie mehr Personal, fairere Löhne und Massnahmen gegen die Ausnutzung von Praktikant/innen und Auszubildenden. Sie setzten mit einem Flashmob in Bern ein Zeichen.

Pflege-Lernende diskutieren Umfrage

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Lernende der BFGS Gesundheit und Soziales in Brugg haben am Freitag die Ergebnisse der Unia-Umfrage unter rund 1000 Lernenden in Pflegeberufen diskutiert. Viele von ihnen haben selber an der Umfrage teilgenommen. Gesprächsstoff war vor allem die Tatsache, dass fast die Hälfte der befragten Auszubildenden sich in 10 Jahren nicht mehr im Job sieht. Und, dass 55% wegen Personal- und Zeitmangels nicht so pflegen können, wie sie es für gut und richtig erachten.

Die Branchengruppe Pflege der Unia Aargau hat sich mit Nikolaus-Schoggi, Nüssen und Mandarinen für die Mitarbeit der Lernenden an der BFGS bedankt. Niggi Näggi Flyer und die Resultate der Umfrage, in Form einer Broschüre, wurden während der Mittagspause an alle anwesenden Schülerinnen und Schüler verteilt. Darauf haben sich mehrere Hundert Auszubildende rege über die zentralen Herausforderungen in ihrem Berufsalltag ausgetauscht. Auch das Lehrpersonal war interessiert und es entstanden mehrere Gespräche. Die Umfrage-Ergebnisse stellen wir jetzt den Lehrerinnen und Lehrer auf Wunsch auch digital zur Verfügung.

Ergebnisse Umfrage bei Auszubildende in der Pflege

Santi Niggi Näggi
In eme tolli Bruef stegg i
Gib mir Freud und Ziit
Denn bliib ich nid nur hütt

Pflegeauszubildende unter Druck

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Die Ergebnisse einer Unia-Umfrage unter rund 1000 Lernenden in Pflegeberufen lassen aufhorchen: Fast die Hälfte der befragten Auszubildenden sieht sich in 10 Jahren nicht mehr im Job. Und 55% können wegen Personal- und Zeitmangels nicht so pflegen, wie sie es für gut und richtig erachten.

Viele Überstunden, wenig Lohn

Auch sonst sind die jungen Pflegenden vielen Belastungen ausgesetzt. 58% müssen regelmässig Überstunden leisten, obwohl dies in den meisten Fällen verboten ist. Ganze 68% aller Befragten empfinden ihren Lohn als unangemessen für die geleistete Arbeit.

Kompetenzüberschreitungen, fehlende Betreuung

41% müssen Aufgaben ausserhalb ihres Kompetenzbereichs ausführen. Das kann sowohl für die Auszubildenden als auch für Patientinnen und Patienten gefährlich sein. Schliesslich geben 23% an, während der Praxisausbildung nur unzureichend begleitet und unterstützt zu werden.

Stopp Sparmassnahmen und Renditedenken

Auszubildende sind das Fundament für eine gute Pflege in den nächsten Generationen. Die Unia fordert daher ein Umdenken in der Branche: Nicht mehr Rendite, Sparmassnahmen und Zahlen, sondern die Menschen müssen im Mittelpunkt stehen. Nur das garantiert eine gute Pflege und genügend Pflegenachwuchs.

Mehr Personal – für gute Pflege und Betreuung!

Dazu braucht es ausreichend finanzielle Mittel für zusätzliches Pflegepersonal, mehr Zeit für individuell gute Pflege und bessere Betreuung. Ebenso sind höhere Löhne, angemessene Zulagen, faire Arbeitszeitregelungen und eine gute Kontrolle des Lehrlings- und Arbeitsrechts dringend nötig.

Tagung Digitalisierung

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Die Digitalisierung hält auch in der Pflege Einzug. Elektronische Zeiterfassung, digitale Patientendossiers und komplexe Software gehören zum Alltag.

Ist die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Chance oder eine Gefahr für die Arbeitnehmenden?

Mitglieder der Unia führe zu dieser wichtigen Frage am 2.12.2015 eine Zukunftsdiskussion durch. Interessiert? Weitere informationen findest du unter diesem Link: http://www.unia.ch/de/aktuell/events/detail/a/11390/

Verschiedene Standaktionen am Tag der Pflege

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Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen: Darauf macht die Gewerkschaft Unia am heutigen internationalen «Tag der Pflege» in Basel, Aarau, St. Gallen, Thun, Olten sowie an zahlreichen anderen Orten in der Schweiz aufmerksam. Mit Ständen und Aktionen informierte sie die Beschäftigten in Pflege- und Betreuungsinstitutionen sowie die Bevölkerung über die anstehenden Probleme in der Branche. Dazu verteilten AktivistInnen ihr Manifest für gute Pflege und Betreuung.

Unser Manifest für gute Pflege und Betreuung

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Zeit und Wertschätzung statt Fliessbandarbeit! Zum Tag der Pflege haben Unia-AktivistInnen ihr Manifest für gute Pflege und Betreuung veröffentlicht. Das Manifest spricht die täglichen Probleme an und fordert Lösungen. Von schlechten Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Betreuungswesen sind alle betroffen, sei es als Angestellte, Pflegebedürftige und Angehörige. Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen. Deshalb sollen auch alle am Manifest mitschreiben können. Deine Ergänzungen, Wünsche oder Kritik kannst du online anbringen.