Kanton Bern: Investitionen in Pflege statt Sparpaket

Die neue Kürzungsrunde des Berner Regierungsrates trifft den Gesundheits- und Sozialbereich erneut hart. Unter den Einsparungen leiden insbesondere die Mitarbeitenden in der Pflege und die Betreuungsbedürftigen. Anstatt Kürzungen braucht es Investitionen in Pflege und Betreuung.

 

 

Investitionen in Gesundheits- und Sozialbereich statt Sparmassnahmen!

Der bürgerliche Berner Regierungsrat schlägt erneut eine Kürzungsrunde vor. Ab 2021 sollen jährlich 185 Millionen Franken eingespart werden. Besonders stark betroffen ist der Gesundheits- und Sozialbereich. Die Sparmassnahmen betreffen die Pflege- und Betreuungsbedürftigen und insbesondere das Personal bei der Spitex und in den Heimen.

 

Druck auf Pflege- und Betreuungspersonal wird verschärft

Der Spardruck führt dazu, dass die Arbeit in Pflege und Betreuung weiter ökonomisiert und auf kalte Effizienz getrimmt wird: Bereits heute ist der Druck auf das Personal in Pflege und Betreuung immens. Immer weniger Personal ist für immer mehr Klientinnen und Klienten zuständig. Dies führt zu einer hohen Fluktuation bei den Angestellten, worunter letztendlich die Pflege- und Betreuungsqualität leidet. Mit der Einführung der Subjektfinanzierung bei den Betreuungsinstitutionen wird sich diese Spirale weiter verschärfen. Ferner versucht der Regierungsrat erneut, bei der Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals zu sparen. Angesichts des Fachkräftemangels wird dies die bestehende Personalknappheit nochmals verschärfen.

 

Investitionen in den Care-Bereich

Anstatt Sparrunden braucht es endlich Investitionen in den wachsenden Gesundheits- und Betreuungsbereich – nur so können gute Arbeitsplätze und eine menschenwürdige Pflege und Betreuung sichergestellt werden. Die Unia und ihre Mitglieder aus dem Gesundheits- und Sozialbereich werden sich gegen diesen erneuten Kahlschlag wehren.