BeO: Petitionskomitee gegründet

An der gestrigen Hauptversammlung der Branche Gesundheit und Soziales der Unia Berner Oberland wurde beschlossen, die nationale Kampagne „Gute Pflege und Betreuung brauchen gute Arbeitsbedingungen“ auch in das Oberland zu tragen. Die schweizweite Petition fordert genügend Personal und eine bessere Finanzierung sowie gute Gesamtarbeitsverträge. Dazu wurde ein Petitionskomitee gegründet, welches die Unterschriftensammlung organisiert.

Infos zum Komitee und zum Jahresprogramm folgen in Kürze

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland vom 25.2.

 

Die diesjährige Hauptversammlung der Branche Gesundheit und Soziales der Unia Berner Oberland vom 24. Februar stand im Zeichen der nationalen Petition für gute Arbeitsbedingungen in Pflege und Betreuung. Unterschriften werden auch in den Heimen und Institutionen des Berner Oberlandes gesammelt. Dazu haben die anwesenden Gewerkschaftsmitglieder ein Petitionskomitee gegründet. Dieses ist offen für alle, die sich engagieren wollen.

Petition fordert genügend Personal und eine gute Finanzierung

Die Petition fordert von Arbeitgebern und der Politik unter anderem genügend Personal und eine bessere Finanzierung, es braucht faire Löhne und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben muss vereinfacht werden. Denn die wachsende Profitorientierung und der Spardruck verunmöglichen zunehmend eine sichere und gute Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen. Es braucht also zwingend gute Arbeitsbedingungen und gute Gesamtarbeitsverträge. „Gute Pflege ist eine Aufgabe der Öffentlichkeit, die Politik muss die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen,“ so Michèle Wirth, Pflegehelferin und Aktivistin der Gewerkschaft Unia. Samuel Burri von der Unia Berner Oberland: „Die Arbeitgeber müssen ihre Blockadehaltung aufgeben und die Hand reichen für die Aushandlung guter Gesamtarbeitsverträge. Denn Krankheitsausfälle und Berufsausstiege nehmen laufend zu und sind mit hohen Kosten verbunden. Das Personal in den Pflegeheimen ist am Anschlag.“

Positive Bilanz und spannendes Jahresprogramm

Die Branchengruppe zog eine positive Bilanz des letzten Jahres. Der Pflege- und Betreuungsbereich ist der am schnellsten wachsende Bereich innerhalb der Unia Berner Oberland, aber auch der Unia Schweiz. Mit diversen Aktionen konnte die Bevölkerung im Oberland auf die Anliegen der Angestellten aufmerksam gemacht werden. „Die öffentliche Resonanz ist gross. Die Bevölkerung ist besorgt über die zunehmenden Probleme im Gesundheits- und Sozialbereich,“ sagt Susanna Berger von der Branchengruppe. Auch in diesem Jahr werden die Unia-AktivistInnen ihre Anliegen auf die Strasse tragen, erstmals an der 1. Mai-Feier in Thun. Auch Vorträge, Diskussionsrunden und gesellige Anlässe stehen auf dem Programm.