Aufruf zu Teilnahme an Protest gegen Abbau in der Psychiatrie

Die Unia-Gruppe Gesundheit & Soziales ruft ihre Mitglieder in der Psychiatrie zur Teilnahme am Protest für eine gute Psychiatrie im Kanton Bern auf. Der Abbau durch die Sparmassnahmen des Kantons zeigt in den Psychiatrien Folgen: Stellen wurden abgebaut und der Druck auf die Arbeitsbedingungen nimmt zu. Die Psychiatrien brauchen eine gute Finanzierung, um auch gute Arbeitsbedingungen und damit weiterhin eine gute Pflege zu gewährleisten.

Kundgebung, Montag, 16. November 13-14 Uhr, Rathausplatz Bern

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.

 

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland vom 11.11.2015

 

Die Gruppe Gesundheit & Soziales der Unia Berner Oberland unterstützt die Angestellten der bernischen Psychiatrie in ihrem Kampf für gute Pflege und gute Arbeitsbedingungen. Sie ruft ihre Mitglieder in der Psychiatrie auf, die laufende Petition der Schwestergewerkschaft VPOD Bern zu unterstützen und an der Kundgebung vom Montag, 16. November teilzunehmen.

In vorauseilendem Gehorsam haben das Psychiatriezentrum Münsingen und die UPD Bern bereits 2014 begonnen, die Sparmassnahmen des Grossen Rats und der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) umzusetzen. Dabei wurden auch Stellen abgebaut, obwohl schon zuvor Personalmangel herrschte.

Finanzierung der Psychiatrie muss gute Arbeitsbedingungen sichern

„Die Beschlüsse des Grossen Rates sind verheerend,“ sagt Alice Kropf, Pflegefachfrau Psychiatrie und Unia-Mitglied. „Die Psychiatrien werden in Aktiengesellschaften umgewandelt und gezwungen wie profitorientierte Unternehmen zu funktionieren. Jetzt müssen wir zumindest verhindern, dass die Institutionen noch weniger Gelder erhalten. Denn mit dem engen finanziellen Rahmen geraten nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Pflegequalität und das Patientenwohl unter Druck.“

Gute Pflege ist nur mit guten Arbeitsbedingungen möglich, weiss auch Adrian Durtschi, Leiter Gesundheit & Soziales bei der Unia Berner Oberland. „Es ist Aufgabe der Politik, eine gute psychiatrische Versorgung zu garantieren. Dazu gehören auch genügend Personal auf den Stationen und gute Arbeitsbedingungen.“