Unia informiert Pflegende im Berner Oberland

 

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland, 16. September 2015

Personalmangel in Alters- und Pflegeheimen

Unia informiert Pflegende über Personalmangel und Auswege

Am Dienstag, 15.9. und Mittwoch, 16.9. hat die Unia Berner Oberland in einer konzentrierten Aktion Mitarbeitende aus Alters- und Pflegeheimen über den sich verschärfenden Personalmangel in Alters- und Pflegeheimen informiert. Jener führt laufend zu Krankheitsausfällen unter dem Pflegepersonal. Um den Personalmangel zu beheben, werden sich die Unia und ihre Mitglieder in den Heimen für bessere Arbeitsbedingungen und in der Politik für eine bessere Finanzierung einsetzen.

 

 

In einer konzentrierten Aktion hat die Unia Berner Oberland am Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. September, Pflegende im Berner Oberland kontaktiert und über den Personalmangel in Alters- und Pflegeheimen informiert. Dabei nahm sie ihr verfassungsmässiges Recht wahr, Beschäftigte zu informieren. Die Einführung der Neuen Pflegefinanzierung, in Kombination mit den kantonalen Sparmassnahmen, haben zu einer drastischen Verschärfung geführt: Immer weniger Personal ist für immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner zuständig. Dies führt zu einem erhöhten Druck auf die Mitarbeitenden und dadurch zu mehr Krankheitsausfällen und einer erhöhten Personalfluktuation.

Der Kanton und die Heime schieben sich die Schuld gegenseitig zu und verunmöglichen so lösungsorientierte Diskussionen über den Personalmangel. Unter dieser Blockade leidet das Pflegepersonal. Jetzt ist es an den Gewerkschaften und Verbänden und insbesondere an ihren Mitgliedern, sich aktiv für mehr Personal einzusetzen. Die Gewerkschaft Unia und ihre Mitglieder fordern weiterhin aktiv bessere Arbeitsbedingungen in den Heimen, damit weniger Pflegende ihren Beruf verlassen oder krankheitsbedingt ausfallen. Gleichzeitig braucht es auch politischen Druck, damit der Kanton seine Verantwortung wahrnimmt und mehr Gelder für die Pflege spricht.