Philadelphia: Beharrlicher Druck der Unia zeigt Wirkung

 

Im Thuner Katastrophen-Heim haben der mediale Druck der Gewerkschaftszeitung Work und zahlreicher Unia Mitglieder Wirkung gezeigt. Das Heimleiterehepaar Burgener übergibt aufgrund der Untersuchung des Kantons die Heimleitung.

Im berüchtigten Alterszentrum Philadelphia in Thun zeichnet sich ein Wechsel ab. Das Betriebsleiterehepaar Burgener geht in Pension und übergibt das Heim einer neuen Leitung. Dies ist dringend nötig. Denn das Philadelphia ist seit Jahren in der Kritik. Tatsächlich waren und sind die Arbeitsbedingungen in dem Heim unter allem Niveau:

  • So herrschte im Heim ein mehr als rüder Umgangston
         und ein Klima der Einschüchterung
  • Das Besitzerehepaar zahlte Tiefstlöhne
  • Dies führte zu einer enorm hohen Fluktuation im Heim:
         So wechselte die gesamte Belegschaft in gewissen Jahren fast vollständig.
  • Die Personalknappheit und schlechten Arbeitsbedingungen führten dazu,
         dass eine gute Pflege nicht mehr gewährleistet werden konnte.

 

Die lokalen Medien, und auch die Gewerkschaftszeitung work, berichteten mehrmals über das Heim und die Zustände. Im Herbst 2013 wurde von ehemaligen Mitarbeitenden eine aufsichtsrechtliche Beschwerde bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern eingereicht. Der mediale Druck und die zahlreichen Leserbriefe von engagierten Pflege(fach)personen, die in der Unia organisiert sind, haben nun langfristig dazu geführt, dass die GEF ihre Verantwortung wahrnahm und den Druck auf die Heimleitung aufrecht hielt. Dies hat nun dazu geführt, dass das Ehepaar Burgener abtritt und den Betrieb übergibt. Die Unia wird die Situation im Philadelphia weiterhin aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls intervenieren, sollten sich die Arbeitsbedingungen nicht merklich verbessern.