(Langzeit)-Pflege innerhalb der Unia wächst rasant

Die Unia-Mitglieder aus dem Gesundheits- und Sozialbereich können auf ein erfolgreiches 2014 zurückblicken. So vertritt die Unia Berner Oberland in ihrem Gebiet neu über 600 Mitglieder aus der Pflege. Auch in diesem Jahr stehen viele Aktivitäten an. So wird die im November 2014 lancierte Langzeitpflege-Branchenkampagne ausgeweitet und an der Gleichstellungsdemo vom 7. März werden sich zahlreiche Mitglieder für Lohngleichheit im Gesundheits- und Sozialbereich einsetzen.

Gestern trafen sich die Mitglieder der Unia Berner Oberland aus der Gesundheitsbranche und dem Sozialbereich zur jährlichen Hauptversammlung. Der Vorstand der Gruppe konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit zahlreichen Aktivitäten konnte die Bevölkerung auf die, in den Branchen bestehenden Probleme aufmerksam gemacht werden. So zum Beispiel auf den Personalmangel und die hohe Fluktuationsrate, welche in Zusammenhang mit den sich verschlechternden Arbeitsbedingungen stehen. „Besonders erfreulich ist, dass die Unia im Kanton Bern bereits über 1200 Mitglieder aus dem Pflegebereich vertritt. Im Oberland sind es 600“, so Susanna Berger, Vorstandsmitglied der Unia Berner Oberland. Die Anwesenden verdankten auch das Engagement der zahlreichen Mitglieder, die sich für die Thuner Altersheim-Initiative, welche am 8. März an die Urne kommt, einsetzen und hoffen auf ein starkes Ja.

Zahlreiche Aktivitäten stehen an

Einstimmig beschloss die Versammlung die Weiterführung und Ausweitung der Branchenkampagne für die Mitarbeitenden in Alters- und Pflegeheimen, welche im November letzten Jahres mit einer Urabstimmung lanciert wurde. „Die gute Resonanz des Pflegepersonals in den Heimen bekräftigt uns, die Urabstimmung auszuweiten und mit unserem Engagement weiterzumachen. Denn wir wissen: Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen,“ begründet Anna Vasiljevic, Gewerkschaftssekretärin der Unia. 

Ein weiterer Termin steht bereits fest. Die Unia-Mitglieder wollen an der Frauendemo vom 7. März in Bern ein starkes Zeichen gegen die noch immer vorherrschende Lohnungleichheit setzen und werden sich am überregionalen Pflegeblock der Unia beteiligen. Denn auch in  der Pflege ist ungleicher Lohn für gleiche Arbeit ein brennendes Thema.