Lindenmatte: PSN Vorstand muss sofort Probleme lösen

Seit eineinhalb Jahren kämpft die Gewerkschaft Unia gemeinsam mit Mitarbeitenden für die Lösung der Probleme im Alters- und Pflegeheim Lindenmatte in Erlenbach i.S. Die Heimleiterin Katharina Antener hat ein Klima der Angst geschaffen, sowohl bei den Mitarbeitenden, als auch bei den BewohnerInnen und deren Angehörigen. Die Unia Berner Oberland trägt weiterhin Fakten zusammen. Der Vorstand der Unia Berner Oberland zeigt sich als oberstes Gremium solidarisch mit der missbräuchlich entlassenen Kathrin Schmid. Er fordert Peter Brügger, den Präsidenten der Pro Senectute Niedersimmental auf, aktiv zu werden und zur Behebung der Missstände bis am Freitag, 5. Dezember Kontakt mit der Unia aufzunehmen.

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland

2. Dezember 2014

Missmanagement im Alters- und Pflegeheim Lindenmatte

Der Vorstand der Pro Senectute Niedersimmental muss die Probleme sofort lösen

Seit eineinhalb Jahren kämpft die Gewerkschaft Unia gemeinsam mit Mitarbeitenden für die Lösung der Probleme im Alters- und Pflegeheim Lindenmatte in Erlenbach i.S. Die missbräuchliche Entlassung von Kathrin Schmid als Gewerkschafterin, Betriebskommissionsmitglied und Mitglied früherer Verhandlungsdelegationen ist nur der Gipfel des Eisbergs. Die Entlassung erfolgte sogar entgegen früherer Abmachungen, den Mitgliedern der Verhandlungsdelegation keine Nachteile erwachsen zu lassen. Als oberstes Organ der Unia Berner Oberland hat der Vorstand deshalb an seiner gestrigen Sitzung einstimmig seine Solidarität mit Kathrin Schmid erklärt und die notwendigen Mittel gesprochen, um als Gewerkschaft die Missstände in der Lindenmatte aktiv anzugehen. Der Vorstand der Unia Berner Oberland wird die Heimleiterin Katharina Antener und Peter Brügger, den Präsidenten der Pro Senectute Niedersimmental heute Nachmittag schriftlich auffordern, die Kündigung zurückzunehmen und zur Behebung der Missstände im Betrieb bis Freitag, 5. Dezember Gespräche mit der Gewerkschaft Unia aufzunehmen.

 

Jahrelanges Missmanagement

Bei der Gewerkschaft Unia häufen sich seit Jahren Berichte über Missmanagement und Missbrauch.

  • Katharina Antener hat seit ihrem Stellenantritt 2006 systematisch ein Klima der Angst und Einschüchterung geschaffen. Beispielsweise liegen der Unia Berichte über systematisches Mobbing, Zurechtweisungen und Diskreditierungen von MitarbeiterInnen vor versammelter Belegschaft und BewohnerInnen vor. Kritische MitarbeiterInnen wurden auch in der Vergangenheit missbräuchlich entlassen. Jene, die vor Arbeitsgericht klagten, erhielten Recht. Das Klima der Angst äussert sich in einer erhöhten Fluktuation und krankheitsbedingten Ausfällen.
  • Dieses Klima der Angst macht auch vor den BewohnerInnen und Bewohnern nicht halt: So liegen Schilderungen vor, wie Frau Antener Seniorinnen und Senioren oder deren Angehörigen mit dem „Rausschmiss“ drohte.
  • Schon als Heimleiterin im Kanton Luzern hat Frau Antener einen Scherbenhaufen hinterlassen. Die Neue Luzerner Zeitung sprach von „schlechter Planung, ungenügender Kommunikation und mangelnder Führungsphilosophie“ (http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Altersheim-geraet-erneut-unter-Beschuss;art92,22766). Die Unia recherchiert momentan die weiteren Hintergründe.
  • Auch die Verantwortlichen der Pro Senectute Niedersimmental übten sich in Einschüchterung. Während einer Personalversammlung wurden sämtliche Türen abgeschlossen und die Polizei vor dem Heim postiert. Die Mitarbeitenden wurden aufgefordert, aus der Gewerkschaft auszutreten.

 

Der Vorstand ist gefordert

„Erschreckend ist, dass solche Missstände in einem Heim einer Organisation vorkommen, die öffentliche Gelder und Spenden für die Hilfe an unseren Seniorinnen und Senioren erhält. Peter Brügger als Präsident der Pro Senectute Niedersimmental ist jetzt gefordert. Wir fordern ihn auf, Verantwortung für die 100 Mitarbeitenden und 70 BewohnerInnen wahrzunehmen und das Heim endlich auf Kurs zu bringen,“ so Hans Ulrich Balmer, Präsident der Unia Berner Oberland.