Die Unia BeO zur Landsgemeinde

Die Gewerkschaft Unia sieht sich durch die erfolgreiche Landsgemeinde in Zweisimmen mit 400 Teilnehmenden in ihrer Position bestärkt, sich gegen die Schliessung der Geburtshilfe einzusetzen. Die Unia fordert die STS AG und den Kanton Bern auf, ihr stures Profit- und Marktdenken zu verlassen und sich für eine qualitativ gute Grundversorgung, regionale Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen im Obersimmental-Saanenland zu bekennen.

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland

25.10.21014

Erfolgreiche Landsgemeinde gegen die Schliessung der Geburtshilfe Zweisimmen

Gute Grundversorgung statt Profitdenken

Trotz des schlechten Wetters nahmen über 400 Personen aus dem Simmental und Saanenland an der Landsgemeinde der SpitalkämpferInnen in Zweisimmen teil. An der kämpferischen Versammlung wurde bekräftigt, dass eine Schliessung der Geburtenabteilung im Spital Zweisimmen unter allen Umständen verhindert werden muss. Diverse lokale Gruppierungen, darunter auch die Unia Ortsgruppe Obersimmental-Saanenland, sprachen sich an der Landsgemeinde gegen die Schliessung aus. Das Hauptargument gegen die Schliessung der Geburtshilfe ist das Gesundheitsrisiko für schwangere Frauen und Kinder durch die lange Fahrt ins Spital Thun.

Simon Eggler forderte als Vertreter der Unia Ortsgruppe Obersimmental-Saanenland: „Die Geburtshilfe kann und darf nicht Rentabilitätsüberlegungen unterworfen werden. Eine gute Grundversorgung ist auch in den Landregionen notwendig". Auch verurteilte er an der Landsgemeinde das Verhalten der Betreiberin des Spitals Zweisimmen: „Die STS AG wirft den Gegnerinnen vor, Personen unter Druck zu setzen. Dabei stehen diese  angeblich unter Druck gesetzten Personen beim Spital auf der Lohnliste. Daher stellt sich mir die Frage: Wer setzt hier wohl wen unter Druck?“ Schliesslich machte Eggler darauf aufmerksam, dass durch die Schliessung der Geburtshilfe wichtige Arbeitsplätze im Simmental und Saanenland verloren gehen. Die Gewerkschaft Unia fordert von der STS AG und dem Kanton Bern endlich ein Umdenken.

Als grösste Gewerkschaft im Gesundheitswesen im Berner Oberland wird die Unia auch weiterhin für die Geburtshilfe in Zweisimmen kämpfen. Das sture Verhalten der STS AG bestärkt die Gewerkschaft Unia in ihrer Überzeugung, noch stärker im Gesundheitswesen aktiv zu sein und dort den gewerkschaftlichen Aufbau voranzubringen. Im Gesundheitswesen braucht es eine qualitativ gute Grundversorgung für die Bevölkerung und gute Arbeitsbedingungen für das Personal. So wird unter anderem in den nächsten Wochen von der Unia eine Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege im Berner Oberland lanciert.