Unia ruft zur Teilnahme an Landsgemeinde auf

Die Unia Berner Oberland und ihre Ortsgruppe Obersimmental-Saanenland rufen zur Teilnahme an der Landsgemeinde am 25. Oktober gegen die Schliessung der Geburtshilfeabteilung Zweisimmen auf. Als grösste Gewerkschaft im Gesundheitswesen im Berner Oberland fordert die Unia ein Umdenken weg vom Profitdenken hin zu einer guten regionalen Grundversorgung für die Bevölkerung und guten Arbeitsbedingungen für das Personal.

Medienmitteilung der Unia Berner Oberland, 23.10.2014

Die Unia Berner Oberland lehnt eine Schliessung der Geburtshilfeabteilung im Spital Zweisimmen nach wie vor entschieden ab. Deshalb ruft sie ihre Mitglieder zur Teilnahme an der Landsgemeinde des Komitees SpitalkämpferInnen am 25. Oktober in Zweisimmen auf. „Wichtige Arbeitsplätze und die medizinische Grundversorgung stehen auf dem Spiel, dagegen müssen wir über alle politischen Grenzen hinweg kämpfen“ begründet Hilmi Gashi, Co-Sektionsleiter Unia Berner Oberland die Unterstützung. Der lange Weg zum Spital Thun ist für die werdenden Mütter des Simmentals und Sannenlandes ein nicht hinnehmbares gesundheitliches Risiko.

Besonders stossend ist, dass die Spital Thun Simmental (STS) AG die Geburtshilfeabteilung wegen mangelnder Rentabilität schliessen will. „Profit darf im Gesundheits- und Sozialwesen nicht im Mittelpunkt stehen, das ist eine Sauerei“, empört sich Simon Eggler, zuständiger Unia-Gewerkschaftssekretär für das Simmental und Sannenland. Die Gewerkschaft Unia setzt sich deshalb als grösste Gewerkschaft im Gesundheits- und Sozialwesen im Berner Oberland für eine umfassende und qualitativ gute medizinische, pflegerische und betreuerische Versorgung und gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten ein.

Die betroffene Bevölkerung wurde zudem weder angehört noch ernsthaft in den Prozess des Umbaues von der STS AG miteinbezogen. Mit dem Entscheid zur Schliessung der Geburtenabteilung und der Redimensionierung des Spitals in Zweisimmen werden die SimmentalerInnen und SaanenländerInnen vor beschlossene Tatsachen gestellt. Dies ist demokratisch verwerflich und zeigt die Arroganz der STS Oberen. Der Schliessungsentschied der Geburtshilfeabteilung ist ein trojanisches Pferd welches zu einem schrittweisen Abbau des akutmedizinischen Angebots und damit zu einem weiteren Arbeitsplatzverlust führen wird.