200 Pflegende für eine Pflege mit Zukunft

Medienmitteilung der Gewerkschaft Unia

Region Aargau

Baden, 17. Mai 2014

Erfolgreiche Veranstaltung zum Tag der Pflege in Baden

200 Pflegende setzen ein Zeichen für eine Pflege mit Zukunft

«Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen»: Unter diesem Motto fand heute in Baden der kantonale Aktionstag zum Tag der Pflege statt. Mit diversen Aktionen, Darbietungen und Reden setzten gewerkschaftlich organisierte Pflegende der Unia ein Zeichen für eine Pflege mit Zukunft und machten auf die zunehmende Prekarisierung in der Branche aufmerksam.

Rund 200 Pflegende und Interessierte nahmen heute in Baden am Aktionstag zum internat. Tag der Pflege (12. Mai) teil. In der Unia aktive Pflegeangestellte führten ein aufrüttelndes Strassentheater auf. Anschliessend an diverse Redebeiträge bildeten die Teilnehmenden eine Menschenkette, die aus der Höhe betrachtet die Worte «Gute Pflege» ergab.

Missstände nehmen zu – Pflegende wehren sich Akuter Personalmangel, chronische Überbelastung, steigender Lohndruck und häufige Verletzungen des Arbeitsrechts charakterisieren die Pflege zunehmend. Pflegefachfrau Ricarda Abromeit: «Wo früher der Mensch und die Pflegequalität im Vordergrund standen, sind es heute die Zahlen der Jahresrechnung.» Simone Müller, angehende Pflegfachfrau, sprach für den Nachwuchs: «Die wachsenden Missstände dürfen doch nicht unsere Zukunft sein! Um die Pflegenden von morgen zu gewinnen, brauchen wir eine Pflege, die als Traumberuf gilt und dies auch wirklich ist.» Der Aargauer Grossrat und leitende Arzt Jürg Knuchel unterstützt die Pflegenden: «Beruflich Pflegende sind die mit Abstand grösste Gruppe der im Gesundheitswesen beschäftigten Personen. Ihre wichtige Rolle verdient gute Arbeitsbedingungen, Respekt und Wertschätzung!»

Eine starke Gewerkschaft für das Gesundheitswesen Um eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und damit der Pflegequalität zu verhindern, braucht es eine starke Gewerkschaft. Immer mehr Angestellte des Gesundheits-wesens organisieren sich in der Unia. Die Pflege ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche und die Unia mittlerweile die stärkste Gewerkschaft in der Langzeitpflege. Aktive Gruppen von Pflegenden bestehen im Berner Oberland, in Bern sowie in den Regionen Aargau, Basel, Zürich, Tessin, Schaffhausen und Genf. Unia-Sekretär Chris Kelley: «Gemeinsam bauen wir eine Bewegung auf, die mehr Gesamtarbeitsverträge mit fortschrittlichen Arbeitszeitmodellen, fairen Löhnen und Mitsprachemöglichkeiten erreichen wird.»