Unia Aktionen zum Tag der Pflege

Medienmitteilung der Gewerkschaft Unia, 12. Mai 2014

Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen: Darauf macht die Gewerkschaft Unia am heutigen internationalen „Tag der Pflege“ an zahlreichen Orten der Deutschschweiz aufmerksam. Mit verschiedenen Aktionen informiert sie die Beschäftigten von Pflegeinstitutionen und die Bevölkerung über Probleme im Gesundheitswesen. Insbesondere der Personalmangel, der zunehmende Stress und der steigende Lohndruck machen immer mehr Pflegenden zu schaffen.

Der 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Die Gewerkschaft Unia nimmt diesen Tag zum Anlass, dem Pflegepersonal für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle von Betagten und Kranken zu danken. Um die Bevölkerung für die gesellschaftliche Bedeutung, aber auch die Probleme im Gesundheitswesen zu sensibilisieren, führt die Unia verschiedene Stand- und Flyeraktionen durch. Im Berner Oberland verteilen Aktivistinnen und Aktivisten vor diversen Alters- und Pflegeheimen sowie Ausbildungsstätten Schokoladenriegel und Flugblätter. In Thun informieren sie die Bevölkerung mit einer speziellen Zeitung über die Probleme in der Pflege In den Regionen Aargau und Baselland verteilen Unia-Mitglieder vor Alters- und Pflegeheimen Rosen und Flugblätter. Höhepunkt der diesjährigen Aktionen zum Tag der Pflege wird der Aktionstag vom Samstag, 17. Mai, um 13.30 Uhr in Baden/AG sein.

 

Zunehmende Missstände und erste Erfolge

Heute arbeiten die Angestellten in der Pflege oft am Limit: akuter Personalmangel, zunehmender Stress im Alltag, keine Mitbestimmung, dafür immer grösserer Lohndruck sind nur einige der Probleme. „Mit dem zunehmenden Kostendruck nehmen die Missstände im gesamten Pflegebereich zu. Darunter leiden nicht nur das Personal, sondern auch die Pflegebedürftigen“ sagt Adrian Durtschi, Teamleiter für Gesundheits- und Betreuungsberufe der Unia. „Gute Pflege kann nur mit guten Arbeitsbedingungen umgesetzt werden.“ Die Gewerkschaft Unia fordert deshalb gute, flächendeckende Gesamtarbeitsverträge in der Langzeitpflege und privaten Betreuung. Sie kann auch bereits erste Erfolge vorweisen. Jüngstes Beispiel ist der Branchen-GAV für die private, nicht-medizinische Seniorenbetreuung, welcher die Arbeitsbedingungen massgeblich verbessert.

 

Immer mehr Arbeitnehmende der Langzeitpflege und privaten Betreuung organisieren sich

Um die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich - und damit die Qualität der Pflege insgesamt  - zu verbessern und weitere Verschlechterungen zu verhindern, braucht es starke Gewerkschaften. Daher organisieren sich immer mehr Arbeitnehmende in der Langzeitpflege und privaten Betreuung in der Unia – es sind die am schnellsten wachsenden Branchen der Gewerkschaft. Aktive Gruppen von Pflege- und Betreuungspersonen bestehen im Berner Oberland, in Bern sowie in den Regionen Aargau, Basel, Zürich, Schaffhausen, Tessin und Genf.