Thuner Altersheim Initiative eingereicht!

Medienmitteilung des Gewerkschaftsbundes Thun

Thun, 14.3.2014

Thuner Altersheim Initiative: Wohnen im Alter

Altersheim Initiative mit über 2000 Unterschriften eingereicht 

Die Thuner Altersheim Initiative: Wohnen im Alter steht. Heute reichten Alice Kropf und Beat Haldimann vom Initiativkomitee die „Thuner Altersheim Initiative: Wohnen im Alter“ ein. Begleitet wurden sie dabei von Betroffenen der aktuell unhaltbaren Zustände im Alters- und Pflegeheimwesen: von Pflegefachkräften und Rentnerinnen und Rentnern.

Die im Sommer 2013 lancierte Initiative bestrebt die Schaffung der rechtlichen Grundlagen zum Betrieb von Wohn- und Pflegeheimen durch die Stadt Thun. Im Jahre 2007 lagerte die Stadt Thun die städtischen Altersheime aus. Seither kam die neugeschaffene WIA nicht zur Ruhe: Eine überrissene Wachstumsstrategie und Missmanagement führten zu einer hohen Personalfluktuation, schlechten Arbeitsbedingungen und negativen Schlagzeilen. 

Der hohe Privatisierungsgrad des Heimwesens im Kanton Bern führt zu einer Versorgungsunsicherheit und zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. „Viele gewinnorientierte Unternehmen sparen bei den Anstellungsbedingungen und beim Personal. Dabei braucht eine gute Pflege genügend Personal und gute Arbeitsbedingungen“ so Alice Kropf. „Die Öffentlichkeit muss hier bei Missständen intervenieren können.“

Beat Haldimann betonte die Wichtigkeit der Erhaltung des Service Public. „Die sichere Unterbringung und Versorgung ihrer pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren liegt in der Verantwortung der Öffentlichkeit. Bei Problemen in einzelnen Heimen oder bei Platzknappheit muss die Stadt Thun eingreifen können.“

Die grosse Anzahl Unterschriften zeigt die Betroffenheit der Bevölkerung für die Anliegen der Initiative. Betroffen von der Problematik sind viele, sei es als zukünftig Pflegebedürftige oder als Angehörige von Pflegebedürftigen. „Die Skandale und Probleme der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Alters- und Pflegeheime nicht dem freien Markt überlassen werden dürfen. Denn dieser funktioniert in diesem Bereich nicht,“ so Kropf.