Erfolg für Studierende und die Gewerkschaft Unia: BZ Pflege bleibt in Thun!

Den Studierenden des BZ Pflege und der Gewerkschaft Unia ist es gelungen, die unsinnige Schliessung des Schulstandortes Thun zu verhindern. Im Rahmen des kantonalen Sparprogramms sollte dieser nach Bern verlagert werden. Mit einer erfolgreichen Petition und einer Kundgebung hatten sie den Erhalt des Standortes gefordert.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Studierenden des Bildungszentrums (BZ) Pflege und die Gewerkschaft Unia freuen sich über den Entscheid des Grossen Rates, den Schulstandort Thun zu erhalten. Dieser Schritt ist ein Bekenntnis der Parlamentarierinnen und Parlamentarier, wenigstens bei der Ausbildung von dringend benötigen Pflegefachkräften nicht weiter zu sparen.

Im Rahmen der aktuellen Sparmassnahmen im Kanton Bern plante der Regierungsrat, den Thuner Standort des BZ Pflege zu schliessen. Dieses Vorhaben entbehrte jeglicher Grundlage: Eine Verlagerung an den Hauptstandort Bern wäre den Kanton deutlich teurer zu stehen gekommen. Zudem sind Sparmassnahmen auf dem Buckel der Auszubildenden im Gesundheitswesen schlicht nicht tragbar. Denn bereits jetzt besteht ein Mangel an ausgebildeten Pflegefachkräften.

Erfolgreiche Petition und Kundgebung

Am Dienstag, 19. November, setzte der Studierendenrat, unterstützt durch die Gewerkschaft Unia, ein Zeichen: Er überreichte dem Präsidenten des Grossen Rates eine Petition für den Erhalt des Schulstandortes. Diese wurde von 3500 Personen unterzeichnet. Höhepunkt der Aktivitäten gegen die Schliessung war die Kundgebung vom 2. November in Thun. Mehr als 150 Betroffene und solidarische Personen bekundeten ihre Ablehnung dieser sinnlosen Sparmassnahme.

Die Gewerkschaft Unia bedauert die aktuellen Sparmassnahmen auf dem Buckel der Ärmsten, Kranken, Behinderten, Schülerinnen und Schüler. Vor dem Hintergrund der der steuerlichen Begünstigung der oberen Einkommen ist das ASP-Projekt als gigantische Umverteilungsaktion von unten nach oben zu werten. Die Sparübungen führen zu einer weiteren Verschlechterung der heute schon prekären Arbeitsbedingungen, insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen. Wirksames Mittel dagegen sind allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge (GAV). Gemeinsam mit den Angestellten und Auszubildenden im Gesundheits- und Sozialwesen setzt sich die Gewerkschaft Unia dafür ein.