Erfolgreiche Kundgebung

Am Samstag, 2. November protestierten auf dem Rathausplatz in Thun bis zu 150 Personen gegen die Schliessung des BZ Pflege in Thun. Die Schule hat einen massgeblichen Stellenwert für die Ausbildung von Pflegefachkräften im Berner Oberland und im Oberwallis. Angesichts des bevorstehenden Personalmangels im Gesundheitswesen ist die Schliessung unverantwortbar. Nicht zuletzt stellte auch die Finanzkommission des Grossen Rates fest, dass eine Schliessung gar keine Einsparungen bringen würde.

Im Rahmen des kantonalen Sparprogramms soll der Schulstandort Thun des BZ Pflege geschlossen werden. Dagegen setzten am Samstagnachmittag in Thun gegen 150 Studierende und Solidarische an einer farbigen und fröhlichen Kundgebung ein eindrückliches Zeichen. Dabei wurden sie von der Gewerkschaft Unia unterstützt.

„Die Gesundheitsbranche musste bei früheren Sparübungen schon übermässig viel einsparen. Jetzt noch bei den Auszubildenden zu sparen, geht eindeutig zu weit und ist ein falsches Signal“, so Adrian Durtschi, Teamleiter Gesundheit und Soziales.

Dabei begrüssten die Protestierenden den Antrag der Finanzkommission des Grossen Rates, auf die Schliessung zu verzichten. Auch die Kommission stellte fest, dass die Schliessung keine Einsparungen bringe, weil in Bern Räume dazugemietet werden müssten und in Thun ein unkündbarer Mietvertrag für die bestehenden Räumlichkeiten besteht. „Jetzt sind die Grossrätinnen und Grossräte aufgerufen, diese unsinnige Schliessung abzulehnen“, stellte Ramona Ritschard, Studentin am Standort Thun fest.

Interessierte Passantinnen und Passanten konnten sich derweil an der Kundgebung den Blutdruck messen lassen. Der Standort Thun ist insbesondere für Studierende aus dem östlichen Berner Oberland und aus dem Oberwallis von grosser Wichtigkeit. Würde sich der Anfahrtsweg verlängern, ist zukünftig mit weniger Studierenden zu rechnen. Auch angesichts des bereits bestehenden Pflegekräftemangels ist die Sparmassnahme unverantwortbar.