Gegen gewerkschaftsfeindliche Kündigungen – Betreuungs-GAV jetzt!

Der private Spitexanbieter Perspecta AG hat die polnische Care-Arbeiterin Bozena Domanska aufgrund ihres gewerkschaftlichen Engagements rücksichtslos auf die Strasse gestellt. Die Unia unterstützt den Protest gegen diese jüngste gewerkschaftsfeindliche Kündigung. Weiter unterstreicht sie nochmals die Wichtigkeit eines Gesamtarbeitsvertrages für die private Betreuung, damit die krassen Missstände, welche diese Branche prägen, endlich konsequent angegangen werden können.

 

Im 10vor10, in einem SRF-1-Dokumentarfilm und im Betrieb mit den Kolleginnen und Kollegen: die VPOD-Aktivistin Bozena Domanska aus Polen ist eine engagierte und mittlerweile bekannte Gewerkschafterin in der privaten Betreuungsbranche. Ihr Engagement brachte ihr selbst die Nomination für den Prix Courage des Beobachters.

Zu engagiert und bekannt - entschied ihr Arbeitgeber, die private und gewinnorientierte Spitex Perspecta AG in Basel, und stellte sie rücksichtslos auf die Strasse. Diese gewerkschaftsfeindliche Kündigung ist klar missbräuchlich, widerspiegelt aber den generellen Umgang mit den Care-Angestellten in dieser Branche.

Die private Pflege- und Betreuungsbranche ist von Missständen durch und durch geprägt. Gewinnorientierte Firmen, wie die Perspecta AG, haben längst dafür gesorgt, dass weniger der Mensch und vielmehr der Profit ins Zentrum gerückt wird. Tiefe Löhne, miserable Arbeitsbedingungen, die ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit kennzeichnen diese Branche und den Alltag der Angestellten.

Klar ist deshalb: Betreuerinnen und Betreuer brauchen einen Gesamtarbeitsvertrag, der diese Missstände endlich konsequent stoppt und die Arbeitsbedingungen klar regelt. Die Gewerkschaft Unia verhandelt derzeit mit dem Verband “Zu Hause leben” über einen GAV für die Deutschschweiz. Die Verhandlungen werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein.

Solidarität mit Bozena!

Missstände stoppen - Betreuungs-GAV jetzt!