Neuer WIA-Stiftungsrat: GBT fordert seriöses Wahlverfahren mit demokratischer Auswahl

Die WIA hat ihre neun Stifter eingeladen, am 29. Mai 2013 den bisherigen WIA Verwaltungsrat als neuen Stiftungsrat zu wählen. Neben einer demokratischen Auswahl lässt es das von der WIA bestimmte Verfahren auch an genügend Zeit für eine seriöse Wahl fehlen. Der GBT schlägt ein anderes Verfahren und einen anders zusammengesetzten Stiftungsrat vor.

Zwischen dem Erhalt der Einladung der WIA und dem Ablauf der Frist für die Einreichung von Kandidaturen für den Stiftungsrat am 21. Mai liegen keine zwei Wochen, wegen den Feiertagen sogar nur fünf Arbeitstage. Innerhalb dieser Zeit ist die Aufstellung seriöser Kandidaturen nicht möglich. Dem Vorschlag der WIA, die Wahl des heutigen Verwaltungsrats mit einer zusätzlichen Kandidatur als neuen Stiftungsrat, kann innerhalb dieser Frist kein seriöser Gegenvorschlag entgegen gestellt werden. Der GBT verlangt daher vom WIA-Stiftungsrat die Verschiebung der Wahlen um einen Monat. Ansonsten muss diese Wahl als Farce betrachtet werden.

Eine seriöse Frist ist für den GBT deswegen notwendig, da der Vorschlag der WIA, den bisherigen Verwaltungsrat als neuen Stiftungsrat zu wählen, nicht akzeptabel ist. Der heutige Verwaltungsrat ist für das Selbststeuerungsversagen der WIA in jüngster Zeit verantwortlich. Das immer noch ungelöste Problem der zukünftigen Unterbringung der Bewohnerinnen und Bewohner des Falken hat der Verwaltungsrat ebenso zu verantworten wie den immer noch ungelösten Arbeitskonflikt in der WIA.

Als Stifter der WIA ist der GBT nicht länger bereit, untätig zuzuschauen, wie die Fehler der WIA-Leitung ein qualitativ hochstehendes und angemessenes Wohnen im Alter in Frage stellen. Dabei fällt das Missmanagement der WIA-Leitung auch auf die Stifter selbst zurück.

Als Stifter der WIA ist der GBT aber durchaus bereit, mehr Verantwortung für die WIA zu übernehmen. Deshalb schlägt der GBT vor, den Stiftungsrat der WIA in Zukunft so zu gestalten, dass die Stifter besser repräsentiert werden. Konkret schlägt der GBT vor, dass der Stiftungsrat in Zukunft aus zwei Vertretungen der Stadt, einer Vertretung der Arbeitgeberorganisationen, einer der Frauenorganisationen und einer der Arbeitnehmerorganisationen – repräsentiert durch den GBT – zusammengesetzt wird.

Verschiedene hier angebrachte Vorwürfe werden für die WIA-Leitung und insbesondere Herrn Aebersold als Präsidenten des Stiftungsrats nicht neu sein. Bereits bei der letzten Stiftungsratswahl 2011 wurden längere Vorlaufszeiten, bessere Informationen und eine detailliertere Traktandenliste für zukünftige Versammlungen von verschiedenen Stiftern verlangt. Die Stiftung mit ihrem Präsident Heinz Aebersold ist für die Organisation dieser Veranstaltungen und deren Qualität verantwortlich. Wir hoffen, dass die WIA-Leitung die Bedeutung korrekt durchgeführter Stiftungsratswahlen erkennt und auf unsere Vorschläge eingeht.