Medienmitteilung: Initiative zur Vorprüfung eingereicht

Medienmitteilung Gewerkschaftsbund Thun

Thun, 17. Mai 2013

Die von den Delegierten des Gewerkschaftsbund Thun (GBT) lancierte „Initiative zur Rettung unserer Altersheime“ wurde heute bei der Stadtkanzlei zur Vorprüfung eingereicht. Bereits  heute ist die Initiative breit abgestützt, ein Zeichen dafür ist das Initiativkomitee, welches mit bekannten Thuner Persönlichkeiten besetzt ist.

Die Missstände in der WIA seit der Auslagerung der Altersheime der Stadt Thun 2007 sind inzwischen allgemein bekannt: 2011 kumulierten sich die internen Probleme im Abgang mehrerer Kadermitarbeitenden, was schlussendlich zum Versuch von Seiten der Stadt Thun führte, mit einem neuen Verwaltungsrat und eigenen Vertretern in Stiftungs- und Verwaltungsrat mehr Einfluss auf die WIA zu nehmen und die Situation beruhigen.

Die ungelöste Frage nach der zukünftigen Unterbringung der Bewohnerinnen und Bewohner des Falken und der nach wie vor ungelöste Arbeitskonflikt in der WIA zeigen, dass in der WIA immer noch ein Selbststeuerungsversagen vorliegt, mit dazugehörigem Reputationsschaden für die WIA und deren Leitung.

Die erneute Zusammenführung der Stiftung und der Betriebsgesellschaft sind der erste Schritt, die strukturellen Probleme, die zu den wiederkehrenden Problemen in der WIA führten, zu beheben. Ohne eine effektive Kontrolle von Seiten der Stadt wird dieser erste Schritt aber ohne dauerhaften Erfolg sein. Der zweite Schritt muss daher die Integration der WIA in die städtischen Strukturen sein. Damit wird auch eine Rückbindung zugunsten des öffentlichen Interessens erreicht.

Die Delegierten des GBT haben daher am 2. April 2013 die Lancierung einer entsprechenden Volksinitiative beschlossen. Diese wurde bis heute so weit ausgearbeitet, dass sie nun zur Vorprüfung bei der Stadt eingereicht wurde. Bis in circa einem Monat sollte die Vorprüfung abgeschlossen sein und mit dem Sammeln der notwendigen Unterschriften begonnen werden können.

Die jetzt zur Vorprüfung eingereichte Formulierung lautet dabei:

"Art. 3 der Stadtverfassung Thun wird wie folgt ergänzt:

Die Stadt schafft und plant im Rahmen ihrer rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten die Voraussetzungen

f) für den Betrieb von altersbedingten Wohn- und Pflegeheimen."

Neben dem GBT mit allen vier Einzelgewerkschaften, haben bereits die Grünen und die SP die Unterstützung der Initiative beschlossen. Entsprechend diesem grossen Support ist auch das Initiativkomitee breit abgestützt. Dem Komitee gehören folgende Personen an: Balmer Hans-Ulrich, Baumgartner Frida, De Meuron Andrea, Feuz Hansueli, Gugger Roman, Haldimann Beat, Kropf Alice und Schori Franz.

Für Rückfragen:

Hilmi Gashi, Co-Präsident Gewerkschaftsbund Thun, 079 335 07 64

Über den Gewerkschaftsbund Thun

Im Gewerkschaftsbund Thun (GBT) sind alle wichtigen Gewerkschaften in Thun und Umgebung zusammengeschlossen (Unia, VPOD, SEV, Syndicom). Gemeinsam vertreten diese über 3'600 Mitglieder auf dem Platz Thun.

Bereits in der Vergangenheit hat sich der GBT gegen die Privatisierung staatlicher Betriebe gewehrt. Zusammen mit seinen Bündnispartnern führte der GBT den Referendumskampf gegen die Privatisierung der Energie Thun AG. Am 8.2.2009 sagten über 84 Prozent der Thunerinnen und Thuner Nein zur Privatisierung!