Mehr als die Hälfte der WIA Angestellten will einen GAV mit der Unia

WIA-Mitarbeitende beschliessen Kampfmassnahmen

Immer noch ignoriert die WIA-Leitung die Forderung ihrer Mitarbeitenden nach sofortigen GAV Verhandlungen im Betrieb mit allen Gewerkschaften. Bis heute haben mehr als die Hälfte der WIA-Angestellten in den verbliebenen vier Heimen, eine Verhandlungsvollmacht der Unia unterschrieben. Nach der Verweigerung jeglicher Gespräche durch die WIA-Leitung, sehen sich die Mitarbeitenden gezwungen, Kampfmassnahmen anzugehen.

Die gestrige Versammlung der WIA-Mitarbeitenden hat den Beginn von Kampfmassnahmen beschlossen. Grund für diesen Schritt ist, dass die WIA-Leitung die Forderung nach sofortigen GAV-Verhandlungen im Betrieb unter Einbezug aller Gewerkschaften weiterhin ablehnt. Inzwischen haben 150 Angestellte der WIA mit einer unterschriebenen Verhandlungsvollmacht diese Forderung, inkl. den expliziten Einbezug der Unia in die Verhandlungen bekräftigt. Das ist die Mehrheit der WIA-Angestellten in den vier Heimen Martinszentrum, Falken, Sonnmatt und Hohmadpark.

Personalkommission alleine reicht nicht

Nach der WIA Personalversammlung am 24. und 25. April lies die WIA-Leitung den Eindruck aufkommen, dass mit der Einrichtung einer Personalkommission (PeKo) der Arbeitskonflikt in der WIA gelöst sei. Die Hauptforderung der Mitarbeitenden, sofortige GAV-Verhandlungen im Betrieb unter Einbezug aller Gewerkschaften, ist aber weiterhin nicht erfüllt. Eine Personalkommission alleine ohne GAV kann kein wirksames Instrument der Mitarbeitermitsprache sein, da sie so ohne Schutz arbeiten muss und, wie es an der Personalversammlung vom 25. April ein Mitglied des Verwaltungsrats sagte: „Am Schluss entscheidet der Verwaltungsrat.“

In der jetzigen Form kann die PeKo nur der verlängerte Arm des Verwaltungsrats sein. Dies widerspricht den Gepflogenheiten der Sozialpartnerschaft.

Mehrheit der WIA-Angestellten will die Unia dabei haben

Immer noch versucht die WIA-Leitung die wachsende Anzahl unzufriedener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als verschwinden kleine Minderheit darzustellen. Dass dies nicht stimmt, war bereits allen klar, die an der Kundgebung vom 13. April teilnahmen oder an den Personalversammlung vom 24. und 25. April die unzähligen kritischen Voten hörten und sahen, wie viele Mitarbeitenden jeweils an den Versammlungen der Unia teilnehmen. Dementsprechend haben bis heute 150 WIA-Angestellte eine Verhandlungsvollmacht für die Unia unterschrieben. Dies ist, nach dem Verkauf der Unteren Mühle in Steffisburg, mehr als die Hälfte der Angestellten in den vier verbliebenen WIA-Heimen Martinszentrum, Falken, Sonnmatt und Hohmadpark.

Kampfmassnahmen beschlossen 

Die WIA-Leitung weigert sich trotz verschiedener Gesprächsangebote weiterhin, Gespräche gemäss den Forderungen ihrer Mitarbeitenden zu führen. Von Seiten der Unia wurde immer klar kommuniziert – auch gegenüber der WIA – dass man jederzeit für konstruktive Gespräche zur Verfügung stehen würde. Dieses Angebot gilt weiterhin. Die Weigerung der WIA-Leitung, die Forderungen ihrer Mitarbeitenden zu akzeptieren und der Unwillen, Gespräche zu führen, führen jetzt aber dazu, dass zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Die Mitarbeitenden haben daher beschlossen, im Betrieb Protestaktionen und Kampfmassnahmen anzugehen.