Polemik der WIA

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WIA bekamen heute einen Brief ihres Arbeitgebers zugestellt. Darin beklagt die WIA-Leitung, dass die Unia Polemik betreibe, trotzig sei und nicht vertrauensbildend wirke.

Die WIA-Leitung versucht erneut, wie bereits Herr Friedli in seinem Interview im Thuner Tagblatt vom 4. April 2013, den Eindruck zu erwecken, es sei eine Kampagne der Unia, die Unruhe in ihrem Betrieb verursache. Die WIA-Leitung vergisst dabei, dass es ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, die wegen ungenügenden Arbeitsbedingungen einen GAV aushandeln wollen. Die jeweils grosse Präsenz an den Personalversammlungen und die Teilnahme so vieler WIA-Angestellter an der Kundgebung vom letzten Samstag zeigen das klar auf.

Weiter wird der Unia vorgeworfen, sie reagiere trotzig, weil sie gegen Mitgliederschwund ankämpfe. Fakt ist, dass die Unia alleine 2012 um 2’240 Mitglieder gewachsen ist. Ein grosser Teil dieser zusätzlichen Mitglieder gewinnt die Unia im privaten Dienstleistungssektor, wo sie traditionell verankert ist. Dazu gehört auch die private Pflege, wo die Unia in der Region auch schon Erfolge verbuchen konnte, kürzlich beispielsweise bei der Nathalie-Stiftung in Gümligen.

Weiter lässt sich die WIA-Leitung im Brief wie folgt zitieren: „Dadurch, dass man die Unwahrheit immer und immer lautstark wiederholt, wird sie nicht zur Wahrheit.“ Genau, Herr Friedli und Herr Straubhaar, da geben wir Ihnen gerne recht! Ihre Behauptung, dass mit einem Vertrag, der über die Köpfe der Angestellten hinweg mit einem Interessenverband der Heimbetreiber ausgehandelt wurde, die Arbeitsbedingungen besser würden ist genau so eine Unwahrheit.Ebenso die Idee, dass eine Personalvertretung, die ohne GAV am Gängelband der WIA-Leitung geführt würde, wirkliche Mitsprache bringen kann.

Die WIA-Leitung hat am 7. März 2013 in einem Beschlussprotokoll nach einer Sitzung mit einer Delegation von Mitarbeitenden und der Unia festgehalten, dass sie GAV-Verhandlungen direkt führen will. Zwei Wochen später wollte sie nichts mehr davon wissen und will es bis heute nicht. Dieser Wortbruch ist nicht vertrauenswürdig. Wir hingegen stehen zu unserem Wort: GAV-Verhandlungen im Betrieb, mit den Mitarbeitenden und den von ihnen gewählten Partnern!

PS: Mit einem Protestmail an den Verwaltungsrat können alle sofortige Verhandlungen fordern. Brief_WIA