Leserbrief "Widerstand ist angebracht"

Leserbrief zur WIA von Philipp Rapp aus Thierachern. Erschienen im Thuner Tagblatt vom 8. April 2013:

Herr Friedli meint, dass in der WIA Stress für die Angestellten kein Problem sei. Ich selber würde mich als Angestellter der WIA sehr wohl gestresst fühlen und dies auch als Problem empfinden, wenn ich im Falken arbeiten würde und über ein Jahr nach dem Verkauf noch immer nicht wissen würde, wo ich Ende Jahr arbeiten soll und wie der ganze Umzug dann in viel zu kurzer Zeit gemacht werden soll.

Das Missmanagement in der WIA hat über die Jahre nicht ab-, sondern zugenommen. Eine Reintegration in die städtischen Strukturen ist die einzige Möglichkeit, wieder für mehr Ruhe in der WIA zu sorgen, die Initiative des GBT ist sehr zu begrüssen. Denn zurzeit wird leider der Profit höher gestellt als die Dienstleistung gegenüber den Kunden wie auch über die Gesundheit der Angestellten. Und dass sich die Arbeitnehmer nun gegen diese unfaire Behandlung wehren, ist verständlich.

Da wird auch das Interview von Herrn Friedli nichts nützen, in dem der Öffentlichkeit weisgemacht werden soll, es herrsche Friede, Freude, Eierkuchen. In diesem Sinne wünsche ich den Angestellten viel Kraft und Erfolg, auf dass sie baldmöglichst wieder ihrer Arbeit mit Freuden nachkommen können.