Leserbrief - Sparen auf Kosten der WIA-Mitarbeitenden

Spannender Leserbrief von Alain Gysin, der vor kurzem selbst Zivildienstangestellter bei der Wohnen im Alter AG WIA war

Sparen auf Kosten der WIA-Mitarbeitenden

An der Delegiertenversammlung der Unia Berner Oberland haben die Delegierten den Mitarbeiter der WIA-Wohnen im Alter ihre Unterstützung zugesichert, da die WIA-Leitung Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag brüsk abgebrochen hat. Mit der Privatisierung des Gesundheitswesen waren die Folgen absehbar: statt bestmöglicher Service den Bewohnenden gegenüber und faire und gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden steht nun der Profitgedanke im Vordergrund. Dass Verwaltungsratspräsident Beat Straubhaar rechnen kann, ist bekannt. Schliesslich ist er auch FDP-Mitglied und damit bei der Partei des Geldes. Damit kann man umgehen, dass mag okay sein. Nicht in Ordnung ist es aber, wenn Herr Straubhaar des Profites Willen versucht an jeder Ecke zu sparen. Dies auf Kosten der Mitarbeitern der WIA. Höhere Arbeitsbelastung, wenig Ferien, seit Jahren keine Lohnerhöhungen, unterdurchschnittlicher Lohn im innerkantonalen Vergleich, schlechte Zusatzleistungen und dazu noch Intransparenz sowie Ignoranz gegenüber der Anliegen der Mitarbeitenden sprechen eine klare Sprache. Nach Jahren der Unruhe haben es insbesondere die Angestellten der WIA verdient, dass wieder ruhig wird. Der Verwaltungsrat der WIA soll die GAV-Verhandlungen mit den kämpfenden WIA-Angestellten und der Gewerkschaft Unia unverzüglich wieder aufnehmen.

Alain Gysin, Steffisburg