Gesprächabbruch statt Problemlösung durch WIA-Leitung

Am Anfang wollte die WIA-Leitung die Probleme lösen und hat in einem Protokoll explizit festgehalten, dass dazu Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aufgenommen werden sollen. Nach wochenlangen Gesprächen mit Belegschaft und Unia hat die WIA-Leitung jetzt eine völlig unverständliche Kehrtwende vollzogen und die Gespräche abgebrochen. Statt die drängenden Anliegen der MitarbeiterInnen ernst zu nehmen spielen sie auf Zeit. Darüber und über ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen haben die Angestellten heute die BewohnerInnen informiert.

«Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen» ist der Titel der Osterkarte, die heute von den MitarbeiterInnen der WIA an die BewohnerInnen verteilt worden ist. Mit der Verteilaktion haben sie auf ihre völlig ungenügenden Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht. Ungesetzliche Pausenregelungen, schlechte Löhne, Überstunden und Stress sind für sie Alltag; die eigentlich vorgesehnen Mitwirkungsmöglichkeiten werden ihnen nicht gewährt. Und trotzdem sind sie jeden Tag mit hohem Engagement im Einsatz. Ihnen ist wichtig, dass am Schluss nicht die BewohnerInnen die Leitragenden sind.

Ein Schritt vorwärts zwei zurück – die WIA-Leitung spielt auf Zeit

Dass Probleme da sind wurde anerkannt und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird den MitarbeiterInnen seit langem in Aussicht gestellt. Um endlich Lösungen zu finden, fanden diverse Gespräche statt zwischen der WIA-Leitung, den MitarbeiterInnen und der Unia, welche die grösste Gewerkschaft im Betrieb ist. Am letzten Gespräch vom 7. März zwischen der Unia und der WIA, bestätigte diese Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aufnehmen zu wollen. An diesem Gespräch nahmen auch VertreterInnen der Belegschaft teil. Das Protokoll des Gesprächs wurde zwar von der Leitung genehmigt, doch aus unerklärlichen Gründen hat die WIA-Leitung auf einmal eine Kehrtwende gemacht. Statt Verhandlungen für Problemlösungen gibt es jetzt Gesprächsverweigerung.

Anliegen der MitarbeiterInnen ernst nehmen und Probleme jetzt lösen

Die MitarbeiteriInnen der WIA wollen nicht mehr vertröstet werden und pochen gemeinsam mit der Unia auf die Wiederaufnahme der begonnenen Gespräche. Sie fordern die WIA-Leitung zu konstruktiven Gesprächen zur Lösung der dringenden Probleme auf. Sollte die Leitung auf dieses Angebot nicht eingehen, werden weitere geplante Aktivitäten folgen.