Für bessere Arbeitsbedingungen in der Boombranche „private Betreuung“

Heute fand in Bern die erste Branchenkonferenz der Gewerkschaft Unia von Arbeitnehmenden statt, die Bereich private nicht-medizinische Betreuung arbeiten. Rund 40 Beschäftigte, die in privaten Haushalten meist Seniorinnen und Senioren betreuen, setzten sich an der Branchenkonferenz für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und damit auch für eine Verbesserung der Betreuungsqualität ein.

In diesem stark wachsenden Sektor sind die Arbeitsbedingungen heute oft prekär und tut eine Reglementierung der Arbeitsbedingungen und ein besserer arbeitsrechtlicher Schutz Not. Mit dem Normalarbeitsvertrag für die Hauswirtschaft, der verbindliche Mindestlöhne im Bereich Hauswirtschaft einführte, wurde ein erster Schritt getan. Gerade die Arbeitszeiten sind jedoch darin nicht geregelt und die Löhne zu tief, um den anspruchsvollen Betreuungsaufgaben gerecht zu werden. Zudem gilt es Arbeit auf Abruf zu bekämpfen und die Situation von Betreuerinnen, die als sogenannte „live ins“ rund um die Uhr im privaten Haushalt leben, massiv zu verbessern.