Angestellte wollen Probleme jetzt lösen - Leitung und Stiftungsrat spielen auf Zeit

Stiftungsratspräsident und SVP-Gemeinderat Christian Staub wurde gestern von den Angestellten vor der Sitzung des Grossen Gemeinderates in Muri-Gümligen aufgefordert sich an die unterschriebene Vereinbarung zu halten. Er und der Stiftungsrat scheinen die Probleme ihrer Angestellten allerdings nicht ernst zu nehmen um eine rasche Lösung zu suchen. Sie spielen auf Zeit statt an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. Präsident Staub war nicht mal bereit ein Präsent der Belegeschaft entgegenzunehmen und stellte sich den Fragen seiner Angestellten nicht.

Trotz mehreren hundert Protestemails hat der Stiftungsrat der Nathalie-Stiftung seit dem Abbruch der Verhandlungen letzte Woche sich nicht mehr bei den Angestellten gemeldet. Das kann nur so gedeutet werden, dass er an einer raschen Lösungsfindung und neuen Gesprächen nicht interessiert ist. Deshalb  wollten ihm die Angestellten der Nathalie-Stiftung gestern Abend  vor der Sitzung des Grossen Gemeinderats in Muri-Gümligen eine Schachuhr überreichen. Seit mehreren Wochen schiebt der Stiftungsrat das Problem vor sich her. Mit der Aktion wollten die Angestellten klar zum Ausdruck bringen, dass für sie die Zeit drängt und der Stiftungsrat  am Zug   ist.  Doch soweit kam es nicht:  als der Stiftungsratspräsident ankam, war er nicht bereit das Geschenk anzunehmen und verschwand kurzerhand im Gemeindesaal sogar ohne seine Angestellten zu begrüssen. Die Respektlosigkeiten gehen weiter.

Bei den Mitgliedern des Grossen Gemeinderates kam die Aktion allerdings gut an: Sie wurden von den Angestellten über die Situation bei der Nathalie-Stiftung informiert und erhielten ein Infoblatt.

Dass es gravierende Probleme für die Angestellten der Nathalie - Stiftung gibt, ist der Leitung und dem Stiftungsrat nämlich seit November 2011 bekannt. Im Dezember 2011 haben sie denn auch eine Vereinbarung unterzeichnet, die sie dazu verpflichtete Verhandlungen über eine kollektive Vereinbarung zu führen um eine gute und schnelle  Lösung für die Probleme zu finden. Anfangs Jahr brachen die Vertreter der Nathalie-Stiftung ihr Wort und wollten auf einmal nichts mehr von der Vereinbarung wissen.

Seitdem haben Leitung und Stiftungsrat gut vier Wochen verstreichen lassen,  in denen sie keine Lösungen für die Probleme präsentiert haben. Sie verweisen lediglich auf eine Sitzung des Stiftungsrats nächste Woche. Offenbar sind ihnen die Probleme der Angestellten nicht wichtig genug um vom üblichen Sitzungsrhythmus des Stiftungsrats der Nathalie-Stiftung abzuweichen. Das ist weder für die Angestellten noch für die Unia akzeptabel. Sie planen weitere Schritte um den Stiftungsrat zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.